Psychische Gesundheit geflüchteter Menschen aus der Ukraine in Deutschland im Vergleich mit anderen...
Abstract: Hintergrund: Bislang ist wenig über die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Deutschland bekannt. Ziel ist es daher, das Vorliegen einer depressiven (DS) und Angstsymptomatik...

Einordnung der Meldung
Abstract: Hintergrund: Bislang ist wenig über die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Deutschland bekannt. Ziel ist es daher, das Vorliegen einer depressiven (DS) und Angstsymptomatik (AS) bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu beschreiben, relevante Einflussfaktoren zu identifizieren und die Prävalenzen psychischer Belastungen mit anderen Herkunftsgruppen zu vergleichen. Methode: Die Auswertungen basieren auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2023), ergänzt um Daten der SOEP-Hauptbefragung. Es wurden altersadjustierte Prävalenzen der psychischen Belastungen von Menschen ohne Migrationsgeschichte (n =13.210), mit eigener Migrationserfahrung (n = 4.889) sowie von geflüchteten Menschen aus der Ukraine (n = 3.039) und jenen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien (n = 3.011) berechnet. Um Zusammenhänge zwischen den psychischen Belastungen und ausgewählten sozialen Determinanten zu untersuchen, wurden Prevalence Ratios mittels Poisson-Regressionen geschätzt. Ergebnisse: Die altersadjustierten Prävalenzen einer DS (21 %) und AS (13 %) sind bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine höher als bei Menschen mit und ohne Migrationserfahrung. Insgesamt berichten Frauen – unabhängig vom Vorliegen einer Migrations- oder Fluchterfahrung – häufiger von psychischen Belastungen als Männer. Soziale Einbindung, Diskriminierungserfahrungen sowie Erwerbstätigkeit stellen für geflüchtete Menschen aller betrachteten Herkunftsländer relevante Determinanten der psychischen Gesundheit dar. Bei Ukrainerinnen und Ukrainern zeigen sich zudem Zusammenhänge mit Alter, Geschlecht, Einkommen sowie Wohnzufriedenheit, während Deutschkenntnisse für geflüchtete Menschen aus anderen Herkunftsländern bedeutsam waren. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verweisen auf einen hohen psychosozialen Versorgungsbedarf. Zudem sind postmigratorische Faktoren eng mit den psychischen Belastungen verbunden, wobei insbesondere Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen mit einer schlechteren psychischen Gesundheit assoziiert sind. ## Hintergrund und Einordnung Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet in Deutschland voran. Entwicklungen im Bereich menschen, psychischen, ukraine veranschaulichen den Transformationsprozess, der Kliniken, Arztpraxen und die Patientenkommunikation grundlegend verändert. Ziel ist es daher, das Vorliegen einer depressiven (DS) und Angstsymptomatik (AS) bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu beschreiben, relevante Einflussfaktoren zu identifizieren und die Prävalenzen psychischer Belastungen mit anderen Herkunftsgruppen zu vergleichen. Methode: Die Auswertungen basieren auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2023), ergänzt um Daten der SOEP-Hauptbefragung. Es wurden altersadjustierte Prävalenzen der psychischen Belastungen von Menschen ohne Migrationsgeschichte (n =13.210), mit eigener Migrationserfahrung (n = 4.889) sowie von geflüchteten Menschen aus der Ukraine (n = 3.039) und jenen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien (n = 3.011) berechnet. Um Zusammenhänge zwischen den psychischen Belastungen und ausgewählten sozialen Determinanten zu untersuchen, wurden Prevalence Ratios mittels Poisson-Regressionen geschätzt. Ergebnisse: Die altersadjustierten Prävalenzen einer DS (21 %) und AS (13 %) sind bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine höher als bei Menschen mit und ohne Migrationserfahrung. Insgesamt berichten Frauen – unabhängig vom Vorliegen einer Migrations- oder Fluchterfahrung – häufiger von psychischen Belastungen als Männer. Soziale Einbindung, Diskriminierungserfahrungen sowie Erwerbstätigkeit stellen für geflüchtete Menschen aller betrachteten Herkunftsländer relevante Determinanten der psychischen Gesundheit dar. Bei Ukrainerinnen und Ukrainern zeigen sich zudem Zusammenhänge mit Alter, Geschlecht, Einkommen sowie Wohnzufriedenheit, während Deutschkenntnisse für geflüchtete Menschen aus anderen Herkunftsländern bedeutsam waren. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verweisen auf einen hohen psychosozialen Versorgungsbedarf. Zudem sind postmigratorische Faktoren eng mit den psychischen Belastungen verbunden, wobei insbesondere Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen mit einer schlechteren psychischen Gesundheit assoziiert sind. ## Auswirkungen auf die Versorgung Für die Versorgungspraxis bedeutet dies neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen: Die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und telemedizinische Angebote erfordern technische Infrastruktur, Datenschutzkonzepte und die Bereitschaft aller Beteiligten zur digitalen Zusammenarbeit. ## Ausblick und Perspektive Die weitere Digitalisierung wird durch gesetzliche Rahmenbedingungen, technologische Innovation und die Akzeptanz bei Fachkräften und Patientinnen und Patienten bestimmt. Interoperabilität und Datenschutz bleiben die zentralen Gestaltungsfelder. ## Hinweis Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Auswirkungen auf Kliniken und Versorgung
Die Entwicklung betrifft Krankenhäuser, medizinische Zentren und regionale Versorgungsplanung in Deutschland.
Was jetzt wichtig ist
Relevant sind organisatorische Anpassungen, transparente Kommunikation und Orientierung für Patientinnen und Patienten.
Autor
M Irfan - Gründer & Redaktionsleitung
Herausgeber: M Irfan
M Irfan ist Gründer und Redaktionsleiter von MedZent. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung, die Qualitätsstandards für Gesundheitsinhalte sowie die Weiterentwicklung der Plattform mit dem Ziel, verlässliche und verständliche Informationen zu Krankenhäusern, medizinischen Angeboten und aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen in Deutschland bereitzustellen.
Hinweis zur medizinischen Einordnung
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und redaktionellen Einordnung. Er ersetzt keine medizinische Diagnose, keine Notfallversorgung und keine individuelle ärztliche Beratung. In akuten medizinischen Notfällen in Deutschland kontaktieren Sie sofort den Notruf 112.
Nachrichtenquellen und redaktioneller Hinweis
Dieser Beitrag basiert auf Meldungen offizieller deutscher und europ\u00e4ischer Gesundheitsinstitutionen, darunter das Robert Koch-Institut (RKI), das Bundesgesundheitsministerium, die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie Fachmedien wie das Deutsche \u00c4rzteblatt. Die redaktionelle Einordnung und Zusammenfassung erfolgt durch die MedZent Redaktion.
Gesundheitsnachrichten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine \u00e4rztliche Beratung.



